Am Samstag 10. März haben sich die 12 Finalisten bei der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in Birmensdorf der Jury gestellt. Zum ersten Mal haben wir die Persönlichkeiten kennen gelernt, die hinter den Bewerbungsprofilen auf unserer Webseite stehen und auf Stimmenfang gingen. Es war eine tolle Stimmung und wir möchten an dieser Stelle dem Direktor des WSL, Prof. Konrad Steffen und dem ganzen Team, recht herzlich danken. Sie haben dazu beigetragen, dass auch die Verlierer mit einer guten Erinnerung an diesem Tag nach Hause gehen konnten. Hier möchten wir nun die 5 Expeditionsteilnehmer vorstellen, die im Sommer über den Klimawandel aus der Arktis berichten werden.

Antoine Carron

Der Kanti-Schüler aus Fully holte sich den 3. Rang im Voting mit Unterstützung von Bertrand Piccard

Antoine ist Gymnasiast aus Fully in der Westschweiz. Er ist seit früher Jugend sehr naturverbunden, was sich u.a. in seinen Aktivitäten zeigt (Ski, Bergwandern und -steigen, Gleitschirmfliegen, Arbeit in den Rebbergen seiner Eltern, war für seine Maturaarbeit in der Wildnis von Island, kompensierte den dadurch entstandenen ökologischen Fussabdruck). Er schliesst in diesem Juni das Gymnasium ab und wird Umweltwissenschaften an der Uni Lausanne studieren. „Je veux être un artisan d’une planète à préserver“.

Joëlle Perreten

Die leidenschaftliche Umweltschützerin war mit 17 Gewinnerin beim Wettbewerb „Schweizer Jugend forscht“

Joëlle ist unabhängig vom Arktis-Projekt eine engagierte Umweltschützerin und lebt ressourcenschonend im Alltag und zeigt dies auch in ihrem Umfeld. „Im Gegensatz zum Voting ist das Engagement für unsere Umwelt eine Lebensaufgabe – jeden Tag, für alle!“ ( Facebook-Post von Joëlle am letzten Tag des Votings). Joëlle studiert Umweltingenieurwissenschaften an der EPFL. Sie verfasste ihre Maturitätsarbeit über die Zusammenwirkung von Atmosphäre und Meerestemperatur im Nordatlantik und qualifizierte sich beim Nationalen Wettbewerb von „Schweizer Jugend forscht“ für die Genius Science Olympiad in Oswego, USA.

Tessa Viglezio

Die Tessinerin Biologiestudentin will den ganzen Kanton Tessin auf den Klimawandel sensibilisieren

Sie will die Auswirkungen des Klimawandels mit eigenen Augen sehen und sieht es als ihre wichtigste Aufgabe, die Bevölkerung im Kanton Tessin darüber zu informieren: „Da ich als einzige Tessinerin auf der Vorschungsreise dabei bin, will ich auch wirklich eine Vertretung für den ganzen Kanton sein und die ganze italienischsprechende Schweiz auf die Konsequenzen des Klimawandels aufmerksam machen.“
Sie hat eine Maturaarbeit über den Einfluss der Eisschmelze auf das Leben der Eisbären geschrieben.

Janine Wetter

Das Pingu-Mädchen aus dem Zürcher Oberland

Mit 16 beschloss die Gymischülerin Janine Wetter aus Fehraltorf, als Maturaarbeit einen Dokumentarfilm über den Klimawandel in der Antarktis zu drehen. Während mehr als einem Jahr suchte sie Sponsoren und Partner und fuhr schliesslich im Winter 2013/14 mit dem Chilenischen Forschungsschiff Achilles in die Antarktis. Wieder zurück in der Schweiz benötigte sie ein weiteres halbes Jahr, um ihren 40-minütigen Dokumentarfilm herzustellen. 2 Jahre später reiste sie alleine nach Grönland, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Urbevölkerung zu studieren. Sie lebte bei einer Inuitfamilie, begleitete diese bei der Jagd und lernte so hautnah die fatalen Auswirkungen des Klimawandels auf die Inuits kennen. Heute studiert sie Umweltnaturwissenschaft an der ETH Zürich. Sie sieht es als ihre Lebensaufgabe, die komplexen Ergebnisse der Wissenschaft in einer verständlichen Sprache der Jugend zu vermitteln.

Jasmin Huser

Jasmin begleitet das Expeditionsteam mit einem Sonderauftrag.

Jasmin Huser hat sich im Wettbewerb von Radio Virgin gegen drei männliche Konkurrenten durchgesetzt und wird die Expedition nicht nur als Virgin-Reporterin begleiten, sondern ein Making-of dieser Expedition produzieren. Ihre Motivation dafür beschreibt sie mit folgenden Worten: „ Auf die Arktis-Expedition wollte ich unbedingt mitgehen, da der Klimawandel besonders in meiner Generation noch zu wenig diskutiert wird. Das Projekt ist eine riesige Gelegenheit, um allen zu zeigen: Umweltschutz kann auch sexy sein.“

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